Wozu sind Vertrauensleute da?

 

Auszug aus der Satzung der IG BCE §28 Vertrauenskörper Abs. 5:

Der Vertrauenskörper hat im Rahmen der Richtlinien des Hauptvorstands folgende Aufgaben:

 

a. die Mitglieder über die Beschlüsse der Organe und den Inhalt der Gewerkschaftspolitik zu unterrichten;
b. Mitglieder- und/oder Vertrauensleuteversammlungen durchzuführen;
c. Mitglieder zu werben;
d. Wahlen für den Betriebsrat, den Personalrat, die Jugend- und Auszubildendenvertretung, die Schwerbehindertenvertretung, den Aufsichtsrat und die Betriebskrankenkasse – soweit sich diese auf den einzelnen Betrieb beschränkt – vorzubereiten, sowie die erforderlichen Vorschlagslisten aufzustellen. Die Vorbereitung und Durchführung der Wahl erfolgt im Einvernehmen mit dem Bezirk der IG BCE unter Beachtung der näheren Richtlinien des Hauptvorstands.
e. an die Mitglieder Informationsmaterial zu verteilen, soweit ein Zentralversand nicht erfolgt;
f. den Bezirk bei allen organisatorischen Maßnahmen zu unterstützen;
g. in bestehenden Regionalforen mitzuwirken;
h. die satzungsgemäße Beitragszahlung sicherzustellen;
i. für die Durchführung der betriebsnahen Bildungsarbeit zu sorgen;
j. den Bezirk über alle wichtigen Vorgänge im Betrieb zu informieren, die die Interessen der IG BCE berühren;
k. die Zielgruppenarbeit im Betrieb zu organisieren und durchzuführen;

 

Das ist jetzt aber schon eine ganze Menge an Aufgaben. Was sich hinter den einzelnen Punkten verbirgt und wie wir diese Punkte umsetzten soll hier etwas ausführlicher beschrieben werden:


a. die Mitglieder über die Beschlüsse der Organe und den Inhalt der Gewerkschaftspolitik zu unterrichten;
Das ist die zweitwichtigste Aufgabe der Vertrauensleute (die wichtigste kommt noch)! Das geschieht bei uns über die IG BCE-News – eine kleine kostenlose Zeitung, die mehrmals im Jahr in unseren Betrieben verteilt wird (- und ratet mal von wem?).
Auch diese Homepage soll dazu dienen, Euch auf dem Laufenden zu halten. Der Vorteil hier ist die Geschwindigkeit, Aktualität und Umfang der Informationen. Gedruckte Medien sind aufwendig zu erstellen und relativ teuer (- und Fehler lassen sich kaum noch korrigieren. Wir sind auch nur Menschen). Aber nichts geht über das persönliche Gespräch. Da bekommen die Vertrauensleute gleich die Rückmeldung, die sie brauchen, um Ihrer wichtigsten Aufgabe nachzukommen – Eure Meinung zu vertreten!

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b. Mitglieder- und/oder Vertrauensleuteversammlungen durchzuführen;
In den Vertrauensleuteversammlungen werden die Vertrauensleute darüber informiert was im Betrieb und der Gewerkschaft momentan passiert. Darüber hinaus werden hier Beschlüsse gefasst wie:

  • Aufstellen der Forderungen für die Tarifverhandlungen
  • Entsendung der Delegierten in die Bezirks- , Landes- und Bundesdelegiertenkonferenzen, welche dann die Politik und die Führungsgremien der IG BCE bestimmen.
  • Aufstellen der Kandidatenlisten für Betriebsrats-, JAV- und Schwerbehindertenvertretungswahlen. egal ob für Personen- oder Listenwahl.
  • Empfehlungen an den Betriebsrat zu Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber

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c. Mitglieder zu werben;
Die Gewerkschaften machen Politik nicht zum Zeitvertreib. Sie sollen Eure Interessen gegenüber dem Arbeitgeber und der Regierung vertreten. Die Anzahl der Mitglieder ist das einzige Gewicht, das sie in die Waagschale werfen kann, um etwas für Euch zu erreichen.

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d. Vorbereitung von Wahlen und Aufstellung der Vorschlagslisten;Die Wahlen vorzubereiten und durchzuführen ist wohl die meiste Arbeit. Für die verschiedenen Gremien gute Leute zu finden, die Listen aufzustellen und die Wahl ordnungsgemäß durchzuführen, ist mehr Arbeit, als man sich als Außenstehender vorstellen kann. Ob als Wahlvorstand oder als Wahlhelfer – es werden immer Freiwillige für diese Jobs gesucht. Wenn Ihr mal wissen wollt, wie so eine Wahl organisiert wird – meldet Euch!

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e. an die Mitglieder Informationsmaterial zu verteilen, soweit ein Zentralversand nicht erfolgt;
Damit sind z.B. die Broschüren, Flyer und Flugblätter gemeint, die Informationen enthalten zu

- IG BCE allgemein

- Leistungen der IG BCE,

- Familie & Gesellschaft,

- Arbeitsmarkt

- Arbeits- und Sozialrecht

- Staatsbürgerschaft (in verschiedenen Sprachversionen)

- aktuelle Themen

Die gibt es auch kostenlos für Mitglieder im Internet http://www.igbce.de/mitglieder/info-point/ oder bei Eurem Betriebsrat!

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f. den Bezirk bei allen organisatorischen Maßnahmen zu unterstützen;
Mit „Bezirk“ sind die Hauptamtlichen Mitarbeiter der Gewerkschaft gemeint, die für uns im Bezirk München tätig sind (ja, die Gewerkschaft ist auch ein Arbeitgeber – und die dürfen nicht mal Streiken!). Für größere Veranstaltungen wie z.B. Demos, Streiks (wir haben seit über 30 Jahren nicht mehr gestreikt, hoffentlich wissen wir noch, wie das geht!) aber auch Sommerfeste brauchen diese Leute unsere Unterstützung.

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g. in bestehenden Regionalforen mitzuwirken;
Regionalforen dienen zur Kommunikation zwischen der Gewerkschaften und der regionalen Politik, wenn es um Themen wie Infrastruktur (Bus, Bahn, Gewerbegebiete), Stadtentwicklung, Bildung und Erziehung, Standortentwicklung usw. geht.

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h. die satzungsgemäße Beitragszahlung sicherzustellen;
Vertrauensleute sollen sicherstellen, dass keiner zu viel oder zu wenig Beitrag zahlt. Das ist unbeliebt aber notwendig, da sich eine Gewerkschaft ausschließlich! aus den Beiträgen ihrer Mitglieder finanziert. Alle Mitglieder müssen ca. 1% des Bruttogehalts an die Gewerkschaft bezahlen. Ausnahmen gibt es natürlich für Rentner, Arbeitslose und Kolleg/Innen in Elternzeit. Auch darauf haben die Vertrauensleute zu achten!

Spätestens, wenn es zur Inanspruchnahme des Rechtsschutzes kommt, wird der Beitrag überprüft. Bei zu wenig gezahltem Beitrag kann es zu einem Verlust des Anspruchs auf Rechtsberatung kommen!

Siehe auch Beitragstabelle http://www.igbce.de/download/7244-6782/3/ig-bce-beitragstabelle.pdf

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i. für die Durchführung der betriebsnahen Bildungsarbeit zu sorgen;
Man möchte es kaum glauben, aber Arbeitnehmer haben Rechte und Pflichten. Die betriebsnahe Bildungsarbeit umfasst Arbeits- und Sozialrecht, Tarife und Betriebsvereinbarungen. Dafür bieten die IG BCE und der DGB entsprechende Veranstaltungen, die Mitglieder kostenlos besuchen können. Leider gibt es in Bayern keinen Bildungsurlaub, sonst würde es Euch nicht mal Eure Freizeit kosten.

Wenn Ihr das Kursprogramm haben wollt, oder Interesse an einer Fortbildung habt, meldet Euch!

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j. den Bezirk über alle wichtigen Vorgänge im Betrieb zu informieren, die die Interessen der IG BCE berühren.
Die IG BCE kann Euch nur effektiv vertreten, wenn sie (d.h. die Hauptamtlichen) auch wissen, was im Betrieb los ist. Dazu werden sie in der Regel zu den Sitzungen der Vertrauensleute eingeladen, wo die aktuelle Situation, Entwicklungen und Maßnahmen diskutiert werden.

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k. die Zielgruppenarbeit im Betrieb zu organisieren und durchzuführen;
Bei der Zielgruppenarbeit werden Themen bestimmter Arbeitnehmer gezielt bearbeitet. Eine solche Zielgruppe wären z.B. Werksfeuerwehr, ältere Kolleg/Innen, Azubis, Schichtarbeiter, AT‘ler, Leiharbeitnehmer, etc.

Es wird ermittelt, was diese Kollegen bewegt, ob und wie die Vertrauensleute helfen können und Verantwortliche benannt, die sich um diese Kollegen kümmern. Das kann dann zu Informationsveranstaltungen, Betriebsvereinbarungen (über den Betriebsrat) oder Forderungen für die nächste Tarifrunde führen.

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